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To go or not to go

Winfried Batzke
25.11.2014
Views: 594

In Frankfurt am Main, in der Nähe der Oper, befindet sich der Schuladen "Schuh to go".

Fand ich witzig!

Ein Schuhgeschäft, das seine Schuhe nur für den Gebrauch innerhalb der eigenen Ladenfläche hergibt, ist mir bisher nicht untergekommen. So wie bei Kaffee oder Tee zum Beispiel, den man ja durchaus früher direkt im Café oder beim Bäcker trank. Inzwischen haben wir uns ja daran gewöhnt, Kaffee und Tee im Becher beim Laufen zu trinken, beim Auto- oder Fahrradfahren.

Der „Tea to go“ gehört noch gar nicht allzu lange zu unserm Sprachgebrauch. Vor einigen Jahren erst scheiterte eine bekannte bayerische Fernsehmoderatorin bei der Verleihung des Deutschen Verpackungspreises an der ungewohnten Wortschöpfung und rätselte, was es mit dem „Tea Togo“ auf sich habe. Die Bezeichnung Togo für to go ist noch heute in Verpackungskreisen ein running gag.

Und es gibt ja so manches Togo. Käse zum Beispiel oder Wurst oder Spreewaldgurke - oder eben Schuhe. Auch Müsli to go wird angeboten. Finde ich eine gute Idee. Zumal ich selbst, wenn ich im Büro bin, fast jeden Tag Müsli esse.

Als ich vor kurzem in Heidelberg unterwegs war, fand ich bei Edeka Müsli to go von Kölln und von My Muesli. Prima, dachte ich, da kann ich auch jetzt mein Müsli essen. Ging aber beides nicht! Laut Anleitung braucht man nur noch Milch aufzugießen und schon kann man loslöffeln. Aber wo ist der Löffel? Ich habe selten einen Löffel in der Tasche. Einzel zu kaufen gab es auch keinen.

Ohne mitgeführten Löffel hatte ich also nur die Möglichkeit, mir die Körner und Flocken trocken aus dem Becher zu fingern und mit Milch aus dem Karton nachzuspülen. Für beide Varianten gibt es aber bessere Lösungen: Müsliriegel, Müslikekse oder Trinkmüsli. Müsli to go eben.

Trotzdem: Die Idee eines Müsli-Bechers für unterwegs ist wirklich gar nicht schlecht. Er ist nah dran an den gelernten Verzehrgewohnheiten. Fehlt eben nur ein Löffel. Und dafür gibt es heute auch schon entsprechende Lösungen. Zusammengefaltet im Deckel integriert, wartet er auf eine leichte Entnahme. Eine tolle Lösung! Hab ich auch beim Verpackungspreis gesehen. Da gibt es sogar mehr noch als nur den Löffel. Da gibt es den Göffel!

Wer sagt es den Firmen? Let's go! To go!

Zum Göffel

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