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Global Packaging Community

Winfried Batzke
26.06.2014
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Aus aller Welt kamen die Verpackungsexperten Anfang Mai nach Düsseldorf, um auf der Messe Interpack die neuesten Maschinen, Technologien und Verpackungsentwicklungen zu bestaunen oder einzukaufen.

Treffpunkt war die Interpack auch für die World Packaging Organisation (WPO), die dort ihr Halbjahresmeeting abhielt. Und so traf ich meine Kollegen, die Direktoren der nationalen oder regionalen Verpackungsinstitute und Assoziationen, wie Luciana aus Brasilien, Vlado aus Tschechien, Kishan aus Südafrika, Joseph aus Ghana, Pierre aus Australien, Tom aus den USA und Tushanta aus Sri Lanka. Die Freude über das Wiedersehen war groß. Nicht nur, dass man inzwischen eine persönliche Freundschaft aufgebaut hat, man trifft auch auf Gleichgesinnte. Dabei ist der Umgang mit dem Thema Verpackung in den Regionen der Welt durchaus sehr unterschiedlich.

Gemeinsam ist allen Regionen jedoch, dass es in den Medien und unter den Konsumenten an Verständnis fehlt für die Leistung und den Wert von Verpackungen. Und so kämpfen wir alle für uns und zugleich gemeinsam unseren fast aussichtslos erscheinenden Kampf gegen das weit verbreitete Verpackungs-Unwissen.

Unwissen über den unverzichtbaren Beitrag der Verpackung zur sicheren und regelmäßigen Rundumversorgung über das ganze Jahr, über den Schutz vor Verderb, Verlust, Fälschung und Zerstörung, über den Beitrag von Verpackungen für den Aufbau, Ausbau oder Erhalt von Markenwerten, über den hochgradig automatisierten Verpackungsprozess oder über den Wert der eingesetzten Materialien und die Möglichkeiten der Rückgewinnung.

Das Motto der World Packaging Organisation lautet „better quality of life through better packaging for more people“. Es geht also nicht darum, um jeden Preis an der Verpackung zu sparen, sondern darum, das Leben der Menschen zu verbessern. Das kann zum Beispiel dadurch geschehen, dass Waren besser verpackt werden, dadurch nicht verderben und dem Verbraucher zu seinem Nutzen angeboten werden können.

Verpackungen schützen die verpackten Güter, sei es vor Ratten und Mäusen oder vor Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und mechanischer Zerstörung. Das gilt gerade auch für Hilfsgüter, die wochen- oder monatelang unter extremen Bedingungen gelagert werden müssen. Hier helfen gute Verpackungen, Menschen vor Hunger oder dem Tod zu bewahren. Angesichts dieser Aufgabe darf es nicht darum gehen, ob die Verpackung die lebensnotwendigen Güter um ein paar Cent verteuert! Dies klar zu machen und in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, ist ein wichtiges Betätigungsfeld für die Verpackungsinstitute meiner Kollegen aus Afrika, Asien oder Südamerika.

Scheinbar ganz anders ist die Situation in Europa, Japan oder den USA. Hier trifft man oft auf eine öffentliche Meinung, die sich von einem Übermaß an Verpackungen geflutet fühlt. Aber ist das tatsächlich so?

Weniger ist nicht immer mehr, gerade bei der Verpackung. So bedeuten kleine Portionsgrößen für Singlehaushalte zwar mehr Verpackung pro Produktmenge, gleichzeitig führt das aber dazu, dass weniger der kostbaren Waren und Lebensmittel verderben oder weggeworfen werden. Auch die Verlängerung der Mindesthaltbarkeiten durch stärkeres Material oder innovative, aktive Verpackungsformen kann vordergründig zu mehr Verpackung führen, im Ergebnis aber eben auch zur Vermeidung von Verlusten durch zu frühes Wegwerfen. Das gleiche Bild zeigt sich bei der Vermeidung von Lager- und Transportschäden, die durch verstärkten Materialeinsatz bei der Umverpackung verhindert werden können.

Der Mehreinsatz von geeignetem Verpackungsmaterial kann also den Verbrauch von Rohstoffen für eine verschwendete Produktion von Gütern und Lebensmitteln deutlich senken!

Wo kann man das lesen? Wo kann der Konsument davon erfahren? Leider fast nirgendwo in den Medien! Der Auftrag zur Aufklärung und Wissensvermittlung ist für uns als Deutsches Verpackungsinstitut unübersehbar. Genau wie für unsere Kollegen in den Instituten Tansanias, Chinas oder Argentiniens.

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