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Nachhaltigkeit, Kommunikation und Verpackung

Winfried Batzke
25.03.2013
Views: 380

Prof. Claus Hipp und Reinhard Schneider (Werner & Mertz GmbH, Marken Frosch, Erdal, emsal) beeindruckten als Unternehmerpersönlichkeiten auf dem Deutschen Verpackungskongress am 14. März 2013 in Berlin mit ihrem Weitblick und ihrer gelebten Verantwortung für die nachfolgenden Generationen.
Beide Unternehmer verfolgten nachhaltig wirkende Konzepte schon, als der Begriff Nachhaltigkeit nur Förstern ein Begriff war. Heute können Sie wahrscheinlich nur staunen, wer alles sich grüne Orden an die Brust heftet. Und wie grüne Waschprogramme aus Wölfen Schafe entstehen lassen.

Einerseits ist es ja gut, dass alle Unternehmen gefordert sind, sich zu nachhaltigem Wirtschaften zu bekennen. Andererseits wird aber auch alles, was schon immer einfach ökonomisch sinnvoll war, als neueste Nachhaltigkeitsstrategie verkauft.
Energie sparen gehört ebenso dazu wie eine Reduzierung des Materialeinsatzes oder die Ablösung teurer Materialien durch günstigere. Was ist daran neu? Oder besonders originell?
Heute ist die Diskussion um sinnvolle Nachhaltigkeitsstrategien auf der einen Seite etwas erlahmt, andererseits auch komplexer und damit komplizierter geworden.

Es fing an mit Mais. Erschien die Produktion von Bioethanol aus Futtermais anfangs als Lösung, wurde bald schon klar, dass es sich zum Problem gewandelt hat. Wenn Lebensmittelpreise deutlich steigen und damit das Leben der gegenwärtigen Generation gefährdet wird, kann man das schlecht mit der Sorge um künftige Generationen rechtfertigen.
Auch die Einsparung von Verpackungsmaterial erscheint dann wenig sinnvoll, wenn dadurch die Aufgaben der Verpackung in unserem Leben nicht mehr erfüllbar sind.
Ein Beispiel: Immer dünnere Folien machen dann keinen Sinn mehr, wenn ich das Sixpack Wasserflaschen nicht mal mehr vom Auto in die Wohnung tragen kann, ohne dass die Folie zerreißt. Oder mir die Getränkeflasche aus der Hand gleitet, wenn ich sie geöffnet habe und der Druck als Stabilisator entfällt. Oder wenn Kartonschachteln schon im Lager auseinanderfallen und Produkte, die mit viel Aufwand produziert wurden, verderben.
In all diesen Fällen ist gut gemeint nicht mehr wirklich gut!

Aber was tun? Das fragen sich immer mehr Hersteller und auch immer mehr Verbraucher. Woran orientieren?
Label könnten Orientierung geben, wenn es nicht einen unübersehbaren Label-Wald gäbe. Der Versuch, alles über den Carbon Footprint zu regeln ist auch nur bedingt vernünftig, wenn man den Water Footprint oder die Produktionsbedingungen bzw. soziale Standards nicht beachtet. Den erfolgreichen Schutz des Füllgutes zum Maßstab nehmen? Oder die richtige Portionsgröße? Und wie sollen alle diese Informationen auf die Verpackung?

Ein Ansatz kann die Verbindung von Verpackung und modernen Medien sein. Über QR-Codes, Bilderkennung, Barcodes oder gedruckte Elektronik kann ich mit dem Smartphone oder anderen flächendeckend zur Verfügung stehenden Geräten eine Fülle von Informationen abrufen, natürlich auch über Herkunft, Ressourcenverbrauch und ökologischen Fußabdruck. Die Unternehmen können darstellen, was Ihnen wichtig ist und was sie tun. Ein Wettbewerb um die sinnvollsten Strategien könnte entstehen. Und der Verbraucher kann selbst entscheiden, wie er mit diesen Informationen umgehen möchte.

Ich halte die Kombination von Verpackung und moderner Informationstechnologie für einen interessanten Trend, der die Möglichkeiten der Verpackung als Marketing- und Informationsinstrument in all ihrer Vielfalt nutzt und gleichzeitig die ursprünglichen Funktionen wie Schutz, Transport und Lagerung nicht außer Acht zu lassen braucht.

Ich bin gespannt, was wir dabei noch alles so erleben werden!

Kommentare

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  • 1 Kommentar(e)
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Kommentar von:Sarah
21.03.2014
Frau

Ein sehr interessanter Artikel zum Thema Nachhaltigkeit. Besonders die Nutzung von modernen Medien wie QR-Codes erscheinen mir als eine gute Idee. So kann die Fülle an Informationen, von jedem der daran interessiert ist, abgerufen werden.

Immer mehr Firmen springen auf den Zug auf und ziehen auf Nachhaltigkeit spezialisierte Unternehmen zu Rate. Die REWE Gruppe beispielsweise wurde dafür für den "Deutschen Nachhaltigkeitspreis" nominiert.

Ich denke, es ist gut, nicht nur als Einzelner darauf zu achten, sondern besonders Firmen immer mehr zu sensibilisieren.

Einen lieben Gruß

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