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Marke bis ins Mark

Winfried Batzke
14.07.2014
Views: 768

Fragt man Fernsehzuschauer internationaler Wettkämpfe, wie das Trikot der deutschen Fußballer oder Leichtathleten aussieht, dürften ziemlich sicher die drei Streifen Erwähnung finden, die mit der Marke adidas assoziiert werden. Eine Marke, die im deutschen Sportalltag seit der Fußballweltmeisterschaft 1954 eine große Rolle spielt. Schließlich hat Sepp Herberger mit Helmut Rahn und Fritz Walter auch deswegen gewonnen, weil sie auf dem nassen Rasen im Berner Wankdorf- Stadion Stollen mit der richtigen Länge in die Fußballschuhe schrauben konnten - in die neuen, innovativen Fußballschuhe von adidas, wie Begründer Addi Dassler seine Firma getauft hatte.

Die Marke adidas ist präsent. Egal in welcher Sportart und heute sogar in der Kosmetiksparte oder bei Accessoires.

Markenbildung, Markenentwicklung und Markenführung sind längst anerkannte Forschungsschwerpunkte betriebswirtschaftlicher Studien. Und jedes einzelne Stadium hat seine Herausforderungen. Im Bereich schnelldrehender Konsumgüter (FMCG) geht dabei vieles über die Verpackung. Marken-Schokoladen erkennt man an den typischen Farben, Formen oder Typografien. Margarine bleibt uns in Erinnerung durch den Markennamen auf der Verpackung, die uns täglich vom Esstische aus ins Auge sticht. Bei Getränken ist es die Form der Flasche oder das Plop-Geräusch des Bügelverschlusses, beim Joghurt die Form des Bechers.

Immer wieder ist es die Verpackung, du mich als Verbraucher an die Marke des Produkts erinnert, das ich (erneut) kaufen möchte oder soll.

Ein großer Discounter reizt diesen Umstand buchstäblich bis ganz zuletzt aus, indem er die selbst die Papphülse in seinen Toilettenpapierrollen mit dem Produktnamen versieht. Die Hülse ist in unserem Bewusstsein ja eigentlich gar keine Verpackung, aber sie erfüllt einen Teil der Funktionen einer Verpackung. Statt einer äußeren ist sie sozusagen eine innere Hülle. Und auf jeden Fall ist die Hülse etwas, das der Verbraucher in die Hand nehmen und entsorgen muss, wenn das letzte Blatt verbraucht ist und die neue Rolle auf dem Halter platziert oder nachgekauft werden muss. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er dabei den Produktnamen liest und dieser sich so einprägt. Vielleicht nicht gleich beim ersten Mal, aber doch über die Zeit.

Ist das nun hoffnungslos übertrieben? Oder einfach nur cleveres Marketing? Ich weiß es nicht.

Aber auf der Hülse stand Floralys. Von Lidl.

P.S.

Was man mit den Hülsen markenunabhängig anstellen kann, zeigt der Künstler Junior Fritz Jacquet (http://www.juniorfritzjacquet.com/). (Foto Photos taken by Matthieu Gauchet ©)

Kommentare

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  • 1 Kommentar(e)
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Kommentar von:bdvi - Verpackungsnetzwerk-
16.07.2014
Ein Produkt, wo mehr Marke wünschenswert wäre!

Lieber Winfried, das sind ja spannende Einsichten in die Beschäftigungsmöglichkeiten am stillen Örtchen. Spannend wäre es, einmal zu prüfen, ob die Markenhersteller wie z.B. Hakle auch ihre Papphülsen mit dem Markennamen in Farbe versehen?
Aber es gibt auch Produkte, bei denen eine Kennzeichnung mit einer Marke oder einem Namen sehr hilfreich wäre. Ich gebe zu, die nachfolgenden Ausführungen werden vermutlich nur Frauen verstehen. Zu Röcken oder Kleidern trage ich Feinstrumpfhosen (früher auch Perlonstrümpfe genannt). Dieses Produkt geht relativ schnell kaputt und so kaufe ich immer mal wieder an wechselnden Verkaufsstellen entsprechende Feinstrumpfhosen. Nein, keine Markenware zu hohen Preisen, wie YSL oder ähnliches, sondern bei verschiedenen Discountern oder auch beim schwedischen Kleidungsanbieter. Da ich gerne Ersatz habe, dieses Produkt aber nicht unbedingt direkt nach dem Erwerb anziehe oder es doch länger hält, kommt es, dass ich keine Verpackung mehr habe und nicht mehr weiß, wo ich genau diese Strumpfhose erstanden habe, die sich sehr angenehm trägt oder die viel länger hält, beim Waschen nicht einläuft usw.
Das Kleidungsstück gibt mir leider keinerlei Hinweis, weder über einen eingewebten oder eingedruckten Markennamen noch über ein Wäscheschild, was eine Identifikation möglich macht. Nicht mal bei den teureren Produkten von bspw. NUR DIE.
Also liebe Hersteller von Strumpfwaren, denn das gleiche gilt auch für Socken und Feinkniestrümpfe etc., kreiert eine wiedererkennbare Marke oder gebt mir einen Hinweis in welchem Laden ich das gute Produkt gekauft habe, damit ich es wieder kaufe und nicht in schlechtere Ware investiere.
Mit markigen Grüßen
Sonja Bähr

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